Das Märchen vom ungesunden Ei und dem Osterhasen

Osterhasi

Was war zuerst da? Das Ei oder der Osterhase? Besser gefragt: Welches Märchen gab es schon eher, das vom Osterhasen oder vom bösen Cholesterin im Ei?

Diese Frage stellt sich immer wieder – vor allem in der Osterzeit. Die Zeit, in der nicht nur Schokoladeneier gerne vernascht werden, sondern bunt eingefärbte hart gekochte Eier, das Osterfrühstücksei – gerne auch verziert, das Rührei beim Osterbrunch…

Lange, lange hielt sich hartnäckig das Märchen vom bösen Ei, welches täglich gegessen unsere Cholesterinwerte (das schlechte LDL-Cholesterin ) in die Höhe treibt. Und alle Menschen, die wirklich gerne Eier aßen, taten dies regelmäßig mit schlechtem Gewissen. Denn zu hohe LDL-Cholesterinwerte gelten als Risikofaktor für Herz- Kreislaufkrankheiten.

Die gute Nachricht: Ein Märchen bleibt ein Märchen. 🙂 Und 2001 gab die American Heart Association bekannt, dass dieses eiweißreiche Nahrungsmittel nicht viel gesättigte Fettsäuren enthalten und die LDL-Cholesterinwerte nicht sonderlich in die Höhe treiben. Sie sind ersteinmal sehr nahrhaft, denn schließlich ist in dem Ei alles, woraus ein neues Leben entstehen kann. Reich an Proteinen, Minteralstoffen, Vitaminen und Lecithin. Letzteres hilf sogar bei der Fettverbrennung im Körper.

spiegeleiUnd es lässt sich so wunderbar einfach und schnell zubereiten. Rührei, Spiegelei, Omeletts. Omeletts gefüllt mit Schafskäse und Spinat, oder mit Ricotta und Champignons…

Eiweiß und Fette sind für den Organismus ursprünglich und gut zu verwerten

Wichtig zu wissen: Am besten verarbeitet unser Verdauungssystem das Eiweiß ohne Kohlenhydrate. Also ohne die beliebten Beilagen Reis, Nudeln, Brot, Brötchen usw. Ihr erinnert Euch vielleicht, was ich in meinem Blogbericht: „Warum macht die Banane dick?“ geschrieben habe? Der Verdauungsprozess beginnt mit den Kohlenhydraten. Diese werden zuerst verwertet – dann der Rest (Proteine, Fette).

Eiweiß (Protein) und Fett hingegen ergänzen sich wunderbar. Außerdem sind Proteinmahlzeiten wie z.B. ein saftiges Steak und eine große Portion Salat, sehr sättigend und halten lange an. Der Mensch war im Ursprung Jäger und Sammler. Bauer wurde er erst deutlich später. Kohlenhydrate müssen verbrannt werden, bei körperlicher Arbeit, Sport und Bewegung. Wieviel Bewegung haben wir so in unserem Alltag? Kann er die Kohlenhydrate verbrennen? Wenn die Hüften immer runder werden, der Bauch sich mehr wölbt… wäre es besser die Jäger und Sammler Mentalität wieder einzunehmen. Eiweiß und Kräuter, Nüsse, Früchte, Gemüse…

Nun stellt sich noch die Frage nach dem Osterhasen – und was hat der Osterhase mit den Eiern zu tun?

Tja, so genau weiß man das gar nicht. 🙂 Den Osterhasen gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Das Ei gilt in der Geschichte auch als Fruchtbarkeitssymbol. Wie dem auch sei: Die Kinder freuen sich auf Ostern, freuen sich versteckte Schokoladeneier zu suchen und kleinere Geschenke. Ostern ist ein hoch christliches Fest und für uns auch ein Familienfest.

So wünsche ich allen Lesern von Herzen frohe Ostern!

Mit Freude zur Leichtigkeit!

Eure Sandra


2 thoughts on “Das Märchen vom bösen Cholesterin Ei und dem Osterhasen

  1. Dem stimme ich gerne zu. Nur einen geringen Teil unseres Gesamtcholesterins führen wir mit dem Essen zu. Den grössten Teil bildet unsere Leber, und zwar v.a. wenn zu viel raffinierte Kohlenhydrate gegessen werden. Man kann also durchaus über die richtige Ernährung den Cholesterinspiegel steuern, aber nicht indem man z. B.
    keine Eier mehr ist 🙂

    • Stimmt! Es ist wie so oft, die Summe verschiedener Faktoren. Für hohe Cholesterinwerte sind auch zu viel gesättigte Fettsäuren zuständig. Weniger fettes Fleisch, am Besten keine Wurstwaren,weniger fetten Käse und Sahne würden bei vielen Menschen die Cholesterinwerte sinken lassen.

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