Höre auf, dich dick zu denken – Abnehmen beginnt im Kopf!

Mit der Sprache gehen wir durch dick und dünn. Na ja, meine übergewichtigen Klientinnen nutzen meist nur den dicken, schweren Teil der Sprache. Aussagen wie „Abnehmen ist so SCHWER“ und „Die Diäterei ist so beSCHWERlich“ höre ich ständig, und die Frauen beSCHWERen sich über den Jo-Jo-Effekt, der immer stärker wird. Sie kommen durch die dauernden Gedanken rund ums Essen richtig aus dem GleichGEWICHT. Frauen auf Diät SÜNDigen öfters mal beim Essen und haben dann Schuldgefühle, denn sündigen erzeugt nun mal Schuld und Scham.

Kampf und Streit

bubble-19329_1280Unsere Sprache ist zudem voll von Wörtern aus dem Umfeld des Kampfes und des Streites, zum Beispiel „gegen das Gewicht ankämpfen“, „den Kampf mit dem Gewicht aufnehmen“ und „Gewicht verlieren“.

Das Wort „Gewichtsverlust“ ist in meiner Praxis übrigens tabu. Das Wort „Verlust“ ist in der Regel negativ behaftet. Es ist ärgerlich, seine Schlüssel oder das Handy zu verlieren, und man freut sich, diese Dinge wiederzubekommen. Wenn Du daher „Gewicht verlierst“, kann es sein, dass du es sehr schnell wieder hast. Unterbewusst sind wir so programmiert, dass es etwas Gutes ist, etwas Verlorenes zurück zu bekommen.

Wir benutzen auch viele Ausdrücke aus dem Tierreich wie „abspecken“, „fett wie Sau“, „Speckschwarten haben“, „sich wie eine Presswurst fühlen“ oder „wie eine Seekuh“. Manche Übergewichtige fühlen sich sogar wie „im Fettkorsett“ oder „hassen ihren Körper“!

Das hat jedoch Folgen: Wann immer ein Mensch ein bestimmtes Wort gebraucht, aktiviert er gleichzeitig die zusammen mit dem Wort gespeicherten Emotionen. Wenn du ein Wort gewohnheitsmässig (immer wieder) denkst oder sagst, so hat das tiefgreifende Auswirkungen auf dein Leben – und dein Gewicht.

Wenn du dich in Gedanken dauernd als fette Kuh bezeichnest und dich auch noch so siehst, dann folgt der Körper brav den Vorgaben deiner Gedanken. Denn der Körper hat keinen eigenen Willen. Er folgt den Anweisungen, die ihm der Regisseur oben im Kopf vorgibt.

Der immer wiederkehrende Gedanke „Ich bin fett“ führt dazu, dass der Körper sich ausdehnt. Um das zu schaffen, verlangt er z.B. nach fetthaltiger Nahrung. Wenn Du ständig gegen das Gewicht ankämpfst, will sich der Körper das harte Leben eben versüßen und zeigt das durch dauernde Lust auf Schokolade, Kuchen und Konsorten.

Dauernd im Stress?

Achte darauf, wie häufig du „Sorgen- und Stresswörter“ benutzt – etwa: „Das ist ein Problem“, „Das ist schwierig“, „mühsam“, „der Verkehr ist stressig“ oder „der oder die (Person) macht Stress“.

Dauernde Wiederholungen der Wörter „muss, Problem, Stress, noch schnell…“ erzeugen (noch mehr) Druck und Stress, Last, Schwere etc.

Wenn du den Stress fühlst und dauernd von ihm sprichst, säst du ahnungslos die Saat für den nächsten. Und Stress macht dick!

stress-391657_1280Denn bei chronischem Stress ist der Insulinspiegel immer wieder erhöht. Bei hohem Insulinspiegel wiederum wird der Fettabbau gebremst.

Tipp: Lege eins ums andere deine Stress- und Sorgenwörter ab – also auch jene Wörter, die einen Mangel an Zeit, Ruhe oder Gelassenheit ausdrücken, z.B. „Ich habe keine Zeit“, „ich muss rasch“, „bin unter Druck“ usw.

Aus der Formel „Das ist ein Problem“ wird z.B. „Das ist eine Herausforderung“. Aus dem Satz „Ich bin im Stress!“ wird „Ich habe einen vollen Tag“ oder „Ich habe heute zehn Aufgaben. Das ist zu viel. Zwei davon erledige ich morgen.“

Wichtig: Geduld! Nimm dir ein Wort oder eine Floskel nach der anderen vor, nicht alle gleichzeitig.

Die Wirkung folgt auf dem Fuß: Zuerst fühlst du eine ErLEICHTerung, dann lässt der Stress spürbar nach. Die grundlegenden Situationen des Alltags bleiben zwar gleich, doch ist es einfacher, souveräner mit ihnen umzugehen.

Sobald du gefühlsmässig den Ballast des Alltags zurück lässt, ermöglichst du auch deinem Körper, seinen Ballast loszulassen.

Einfluss der Gedanken und Worte auf Wasser

Masaru Emoto war ein japanischer Parawissenschaftler und Alternativmediziner. Emoto beschäftigte sich seit Anfang der 1990er Jahre mit Wasser. Er vertrat die Auffassung, blue-742934_1280dass Wasser die Einflüsse von Gedanken und Gefühlen aufnehmen und speichern könne.

Er untermauerte seine Meinung anhand von Experimenten mit Wasser in Flaschen, die er entweder mit positiven Botschaften wie „Danke“, „Liebe“ oder negativen Botschaften wie „Krieg“ und „Hass“ beschriftete. Anschließend gefror er das Wasser. Dann fotografierte er diese entstehenden Eiskristalle und beurteilte sie anhand von ästhetisch-morphologischen Kriterien. Auf diese Weise stellte er einen Zusammenhang zwischen dem Aussehen des Eiskristalls und der Qualität bzw. dem Zustand des Wassers dar.

Wasser, das mit negativen Botschaften versehen waren, bildete unvollkommene, verzerrte, gar unansehnliche Wasserkristalle. Wasser, das mit positiven Wörtern versehen war, bildete dagegen wunderschöne und klare Strukturen.

Der Mensch besteht zu +/- 70% aus Wasser. Wenn Gedanken Wasser so beeinflussen können, was können sie dann erst bei uns ausrichten?

Kleine Ursache, große Wirkung

Viele Menschen wissen nicht, dass ihre Alltagssprache und Gedanken solche Auswirkungen haben kann. Den meisten Erwachsenen ist nicht bewusst, welche Art von Wörtern sie denken und sagen und welche Gefühle diese auslösen. Daher wissen sie auch nicht, was die Sprache mit ihnen macht. Doch das kann jeder lernen.

Mache folgende Übung:

Beobachte deine Gedanken täglich zweimal während 10 Minuten. Sprich dabei immer wieder einzelne Gedanken, die kommen, laut und langsam und bewusst nach.

Spüre in die emotionale Energie der Wörter hinein, z.B. indem du einzelne Wörter oder Sätze zweimal aufmerksam wiederholst: „Problem, Problem“ oder „Ich habe Stress, ich habe Stress“ sowie „Ich freue mich, ich freue mich“. Wie fühlst du dich dabei? Du wirst spüren, dass Wörter deine Gemütslage verändern.

Höre auf, dich dick zu denken!

Eine schlanke und leichte Wortwahl allein mag zwar nicht ausreichen, um das Wohlfühlgewicht zu erreichen, aber unterstützt den Abnehmprozess mit Ernährungsanpassung und Hypnose mehr als du dir vorstellen kannst.

Abnehmen beginnt im Kopf!

Herzliche Grüße aus der Schweiz,

Deine Sandra Blabl

Naturheilpraxis Vis Vitalis

http://vis-vitalis.ch

http://emotionales-essen.com

E-Mail: praxis@vis-vitalis.ch

Telefon: +41 79 415 96 15

Kurzprofil

Sandra Blabl

23.07.14 Sandra Blabl R-5 400x540Heilpraktikerin, Hypnosetherapeutin, OMNI Hypnose Ausbilderin, Dozentin und Autorin.

Der Geist beeinflusst den Körper ebenso wie der Körper den Geist! Gemäß diesem Ansatz bin ich spezialisiert auf die Behandlung von Essstörungen, Alkoholabhängigkeit und psychosomatischen Beschwerden.

Die 2. Aufgabe für heute und morgen ist also folgende:

  1. Schreibe Deine „schwere“ Wortwahl auf. Wann und zu welchen Situationen „be-schwerst“ Du Deine Sprache?
  2. Schreibe alle negativen Gedanken zu Dir und Deiner Figur auf. Jeden Deiner negativen Gedanken!
  3. Sprich diese schweren Worte und negativen Gedanken laut aus. Nimm Dir die Zeit Dich zurückzuziehen, um Dir dies laut vorzusprechen! Spüre in Dich hinein und schreibe Deine Gefühle dazu auf.
  4. Wandele die schwere Wortwahl in eine leichte und die negativen Gedanken über Dich in positive. Nimm Dir die Zeit, die Du dafür brauchst.
  5. Sprich die leichten Worte und positiven Sätze laut aus! Fühle ich Dich hinein und schreibe Deine Gefühle und Gedanken dazu auf.

Wir „sehen“ uns in unserer Gruppe. Fragen gerne per Mail oder direkt in unser Gruppe bei Facebook.

Mit Freude zur Leichtigkeit

Eure Sandra

21TageChallenge_Aufgabe2 hier die PDF-Ausgabe zum Download!

2 thoughts on “Höre auf, dich dick zu denken

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