Kennst Du es auch? Viel zu oft im Alltag bist Du einfach nett, weil Du wohlerzogen bist. Doch es wäre schöner gewesen einfach echt zu sein!

Ihr Gesicht verkrampfte sich zu einem Lächeln, als sie zum Einkaufen aus ihrem Auto ausstieg. Irgendetwas musste man den Leuten ja abliefern wenn sie einen ansahen. Das woman-403578_1280angedeutete Lächeln ihrer Grimasse erschien mehr wie ein festes Zupressen ihrer Lippen. Als müsste alles Blut dort heraus fließen um ein Statement abzugeben. Oder um Leute einfach loszuwerden.

Ihr fielen die mahnenden Worte ihrer Mutter ein, als die Menschenmassen an ihr vorbei liefen: „Immer schön lieb und freundlich zu den anderen!“

Lieb und freundlich, ihre Mutter war auch nicht lieb und freundlich. Scheiß auf lieb und freundlich. Sie hatte Wut im Bauch, weil Konrad zum vierten Mal diese Woche nicht zum Abendessen erschien und die Kinder langsam den Eindruck gewannen, er schliefe wo anders.

Tat er ja auch.

Aber sollten sie natürlich nicht wissen.

Verdammt. Da hat schon wieder einer gelächelt. Ich habe keine Lust zurück zu lächeln. Was ist denn mit den Leuten los? Haben die auf einmal alle einen Clown gefrühstückt?!

Erschöpft vom vierten Geschäft und den nicht passenden Schuhen und dem Gedankenkarussell, was sie alles zu tun und zu lassen hatte in ihrem Leben, setzte sie sich auf eine Sitzinsel mitten im Einkaufspark. Eigentlich tat sie das seltener. „Wer rastet der rostet“, fiel ihr ein. DER Spruch kam vom Vater.

Im Café schräg gegenüber saßen zwei Frauen vor einem riesigen Eisbecher. Sie schienen sich über den Becher wie kleine Kinder an Weihnachten zu freuen.

Furchtbar, diese Freude. Total kindisch.

Sehnsucht und Frust stiegen in ihr auf. Es war keine bestimmte Sehnsucht. Nur totaler Frust auf alles. Irgendwie sollte doch alles anders verlaufen in ihrem Leben. Nur nicht so wie jetzt. Jetzt war einfach alles doof!

human-495749_1280Die beiden Frauen amüsierten sich immer noch köstlich miteinander. Irgendwie schienen sie gelöst und so frei. Das Wort „unbelastet“ fiel ihr dabei ein. Interessant. Man konnte tatsächlich an anderen erkennen, wieviele „Päckchen“ sie noch mit sich trugen… In Gedanken sah sie ihren eigenen Laster an Ballast hinter sich ziehen.

Bäh. Was nehmen die sich heraus so laut zu lachen? Sie durfte das nie. Der mahnende Blick der Mutter war stets in ihrem Blickfeld. Laut lachen täte man nicht, das sei unhöflich. Ganz besonders in der Öffentlichkeit.

Sehnsucht stieg wieder auf. Alles, nur nicht das, was jetzt ist, dachte sie. Echt alles!

Einer der Frauen blickte auf, als hätte sie den Gedanken gehört, und sah ihr mitten in die Augen. Nein, gar nicht.

Mitten in ihr Herz!

Das Blut schoss ihr in den Kopf. Sie wurde rot. Sie wollte sich abwenden, denn es war ihr peinlich. Aber sie konnte nicht. Irgendwie musste sie doch lächeln. So ein schüchternes Mädchenlächeln. Die Frau blickte sie weiter an. Ganz ohne Absicht, sie war einfach nur da. Ohne Wertung, ohne Musterung. Still, nur ein kaum merkliches Lächeln auf den Lippen. Alles an ihr strahlte zu ihr hin. Sie war so einnehmend, so freundlich, als könne man jegliche Sorgen mit ihr teilen und würde nie ausgelacht werden.hard-694733_1280 Ein wohliges Gefühl der Annahme überkam sie. In einem kurzen Moment begegnete ihr die Frau wie eine Mutter, eine Tochter, eine Schwester und die beste Freundin in einem. Sie hätte sich am liebsten in ihre Arme eingekuschelt. Diese Erfahrung war kaum auszuhalten.

Tausend gute Gefühle durchfluteten ihren Körper. Vom Bauch strömte es ins Herz in den Kopf bis in alle entlegenen Zellen ihres Körpers. Sie kribbelte und vibrierte. Das gute Gefühl war längst größer als ihr Körper und bereits in die Einkaufsläden und die Halle hinaus geströmt. Es war dieser eine Minimoment, wo alles einfach eins ist. Wo alles einfach einfach ist.

Das muss also Liebe sein, dachte sie kurz. Das ist ja pures Sein. Das ist einfach nur sein.

Sich selbst lieben weil man ist. Weil ich ein- und ausatme. Weil ich genau richtig bin so wie ich bin. Und weil…

Nee. Gar kein Weil. Weil es gar kein Weil gibt. Weil ein Weil nur wieder eine Begrenzung meiner eigenen Gedanken wäre. Eine Abgrenzung zu meinen Mitmenschen und einem weiteren Wertesystem, auf das ich keine Lust habe.

Ich kann nicht das alte Wertesystem meiner Eltern verteufeln und es dann mit einem neuen zupflastern. Das ist doch.. Perlen vor die Säue! Gleiches mit Gleichem vergelten hat doch noch nie funktioniert. Sehen wir doch überall!

Und was, wenn nicht die Liebe, dieses gigantische Freiheitsgefühl in meiner Brust, dieses spontane Lachen in meiner Kehle konnte meine eigenen Begrenzungen sprengen?

Mittlerweile grinste sie wie ein Honigkuchenpferd und alles andere war grad einfach egal.

Kinder? Mann? Mutter? Vater? Egal.

Hier bin ich, Baby!

„Sei nicht nett – sei echt!“, schoss es ihr durch den Kopf.

Diesen Blogbeitrag hatte sie doch neulich irgendwo gelesen. Wo war das nochmal…? Sie konnte damals gar nicht viel damit anfangen. Es schien ihr viel zu kompliziert, das Ganze umzusetzen.

Aber jetzt verstand sie es. Nein, sie fühlte es. Durch das Fühlen WUSSTE sie es. Im Artikel stand: Aus dem Sein kommt das Tun. Erst wenn ich es bin, kann ich es wahrhaftig ausführen.

woman-361541_1280Ich bin echt. Und ich bin perfekt so wie ich bin. Und sollte mir das einmal nicht mehr gefallen, werde ich es ändern weil ich das möchte. Und niemand sonst. Liebe ist Sein, Sein ist Liebe. Ein hochtrabender Satz. Aber er wollte stehenbleiben.

Sie stand auf, raffte ihre Einkaufstaschen zusammen und schritt mit ihrem neuen, genialen, maßgeschneiderten Kostüm guter Gefühle zu den beiden Damen hin. Sie beugte sich zu der Zauberfrau hinunter, gab ihr spontan einen dicken Kuss auf die Wange und sagte „Danke“.

Ein warmes Lächeln, wissend und verständnisvoll, malte sich auf ihre Lippen und sie antwortete: „Von Herzen gern geschehen.“

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Den 1. Teil von der Geschichte kennen viele, oder?

Kennst du auch den 2. Teil?

Was macht dich echt? Folgst du bereits deinen Impulsen oder lässt du dich von der Vernunft diktieren?

Weißt du bereits, wann es gut ist, dem einen oder dem anderen nachzugehen?

Echtsein ist eine Entdeckungsreise. Zu sich selbst. Zum inneren Wesenskern deines Seins. Zu der glitzernden Höhle der Erkenntnis, wo auf einem Podest der größte Juwel in dir auf dich wartet, um entdeckt und bewundert zu werden.

Denn du bist die Königin in deinem Reich. Es gibt niemanden auf dieser Welt, der es ohne deine Erlaubnis schaffen könnte, dich kleiner zu machen als du bist.

Und es gibt niemanden auf dieser Welt, der ohne deine Erlaubnis dir sagen könnte, was du als nächstes in deinem Leben denken, fühlen und entscheiden solltest.

Du hast keine Wahl? Dir sind die Hände gebunden? Du bist machtlos?

Wer nimmt dir die Wahl? Wer bindet dir die Hände zu? Was macht dich ohn-mächtig?

Es ist Zeit, sich diese Fragen zu stellen. Denn Echtsein bedeutet, sich konfrontieren zu können. Am allermeisten mit sich selbst. Weil wir doch noch gerne vorgetäuschtes Selbstbewusstsein leben, was nach einem kurzen Bohren schnell wieder in sich zusammen fällt. Das ist nicht echt. Das ist Fake. Und am allerwenigsten nachhaltig.

chess-775346_1280Sei ganz Du. Sei du. Sei echt. Sei.

Und solltest du es nicht alleine schaffen, dann hol dir Hilfe. Spüre hinein, wer dir helfen könnte. Das Leben ist kein Alleingang sondern ein Gemeinschaftsspiel. Und wir sind Spieler, Brett und Würfel in einem. Spannend, oder?!

Alles Liebe,

Sarah

blackwork.de

blackwork.de

Sarah Dewi Hadinoto unterhält ein Zentrum für ganzheitliche Gesundheit zwischen Bremen und Hamburg. Neben „Sarah’s Luxus Yoga“ gibt sie 1:1 Coachings gern in ihrer Praxis, am Telefon und per Skype. Ihr Workshop „Yoga für füllige Powerfrauen“ kommt Ende des Jahres auf den Markt und wird es in ganz Deutschland geben. Sarahs Kompetenzbereich umfasst Krisenmanagement, Persönlichkeitsentwicklung und emotionale Entlastung auf ganzheitlicher Ebene. Mehr zu Sarah Dewi findest du auf ihrer Website: www.praxis-hadinoto.com

 

28 thoughts on “Sei nicht nett – Sei echt

  1. Liebste Sarah,

    mit dem Beitrag hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen…..ich wünsche, dass das ganz Viele lesen und sich Hilfe zur Befreiung holen……es ist einfach furchtbar mit anzusehen wie die meisten sich selbst vergewaltigen und nicht davon weg kommen……das ganze Leben ist eingeschränkt….beschränkt…..und macht kein Spass…….Dein Artikel ist eine klare Botschaft zur Freiheit…….wir Beide geben unser Bestes um das zu ändern…….habt Mut ihr lieben Menschen…..zur Veränderung und zu einem befreiten Leben…..

    • Liebe Christiane,

      vielen Dank für dein liebes Feedback!
      Ich persönlich empfinde es nicht (mehr) als furchtbar, dass Menschen sich nach deiner Wortwahl „vergewaltigen“. Ich betrachte immer zuerst meine eigene Resonanz zu den Dingen. Ich bin nicht hier um die Welt zu retten. Ich betrachte das Leben aus vielen verschiedenen Aspekten und so trägt jeder seinen Teil der Wahrheit zu einem Ganzen zusammen.
      Ich lebe gerne meine Impulse und erlaube mir, das zu zeigen. Daher der Blogbeitrag.
      Und jeder, der dabei Hilfe benötigt, weil er das Gefühl hat, dort möchte er auch hin, dem helfe ich. Einfach, weil ich schon ein Stück des Weges gegangen bin, für den andere gerne Hinweise hätten. Aber auch ich lerne täglich dazu.

      Alles Liebe,

      Sara

  2. Sarah! Steht für
    Saufrech
    authentisch
    richtig
    anders
    herzlich

    Sehr schöner Artikel. Ich stehe total auf Ehrlichkeit. Ich glaube ganz ehrlich, dass es immer gehen sollte, aber viele Menschen können das nicht vertragen. Die Erfahrung habe ich gemacht. Menschen sind daher aus meinem Leben „verschwunden“, dafür andere in mein Leben gekommen. Jedes Mal waren es immer mehr, die selber auch ehrlicher und authentischer sein wollten. So kommen wir immer mehr da hin, wohin wir wollen 😉

    Danke Sarah…ich will mehr davon sehen 😀
    Stefani

    • Liebe Stefani,

      und du WIRST mehr davon sehen :-))) spätestens auf deiner Blogparade, auf die ich mich freue.
      Danke dir für dein frisches Feedback!
      Ehrlichkeit…jaja… manchmal kommt sie ein wenig nackig daher, daher darf sie sich auch mal in hübschen Kleidern zeigen 🙂

      Alles Liebe und bis bald,

      Sarah

  3. Liebe Sarah, ich stimme Dir zu. Jeder hat die Wahl! Möchtest Du gemocht werden, halte Dich an die Regeln. Möchtest Du herausragend und andere inspierieren, Brich die Regeln. Und Echt sein wird von vielen als Regelbruch empfunden 🙂

    Liebe Grüße,
    David

    • Ja, David, noch.
      Irgendwann wird auch DAS Regel sein. Und was ist dann die Ausnahme?!

      Es gibt universelle Gesetze, die gelten für alle.
      Der Rest ist menschengemacht und häufig reine Täuschung 🙂

      Danke dir für deinen Kommentar!!

      Alles Liebe,

      Sarah

  4. Wunderbar, liebe Sarah! Du schreibst toll und mitreißend. Ich fühlte mich gleich zu Beginn mittendrin, so dass ich das Negative Deiner Hauptfigur so spürte, dass ich fast für einen Moment die Überlegung hatte rauszugehen und nicht weiter zu lesen…
    Und nur fast! Der Spannungseffekt war größer :).
    Was für ein Glück, denn so, wie die negativen Gefühle angekommen sind, hast Du es auch mit den positiven Gefühlen geschafft mich abzuholen und diese zu transportieren. UND, diese hast Du noch perfekt verdoppelt. Ich bin begeistert, was Du punktgenau und so treffend zum Ausdruck bringst. Danke Dir!

    Echte Grüße
    Catharina

    • Wow, Catharina!
      Totale Gefühlsexplosion, ich bin begeistert!
      Du hättest mich erleben sollen, als ich den Text schrieb, da ging es mir wie dir :-)))
      Vielen Dank für dein tolles Feedback! Dafür lohnt es sich doch, mehr zu zeigen.

      Alles Liebe,

      Sarah

  5. Der etwas andere Artikel! Klasse geschrieben, so wie viele sich fühlen – oder nicht fühlen?
    Einfühlsam den Wandlungsprozess aufgenommen, ind die Transformation geführt. Wie schön wäre es, wenn die beschriebene Situation immer mehr Wirklichkeit würde?

    Freu mich auf weitere Artikel, liebe Sarah!

    • Oh danke dir, liebe Charlotte!

      WIe schön, dass du die Transformation dahinter siehst. Und spürst?
      Sie wird immer mehr Wirklichkeit, je mehr du davon zulässt.
      Je mehr wir unseren Impulsen trauen und sie zeigen, desto stärker sehen wir heraus, dass wir nicht nur die kichernden Frauen sind, sondern der ganze Eisbecher mit dazu :-))))

      Aber ich weiß auch, dass viele Menschen emotional überlastet sind und nicht wissen, wie sie davon „loskommen“ sollen.
      Ein wirklich freudvoller Umgang mit uns selbst kann erst dann entstehen, wenn wir einige Brocken bereits aus dem Weg geräumt haben. Dann wird das Gefühl echt – und keine Täuschung, die uns etwas vormachen möchte.

      Fand es toll, dir mit dem Artikel eine Freude machen zu können!

      Alles Liebe,

      Sarah

  6. Ach Sarah, darüber denke ich in der letzten Zeit auch oft nach… ich erlebe es – gerade in den letzten Wochen – immer wieder, dass Echtsein „bestraft“ wird… und daraufhin die ersten zaghaften Versuche echt zu sein eingestellt werden. Oder dass der Alltag das Echtsein überdeckt. Wie schade!

    Ich rufe allen da draussen in der Welt zu, seid echt, traut euch!

    Es lohnt sich! Echt!jetzt ! 🙂

    • Also liebe Kirstin,

      nur darüber nachdenken hilft nix. Machen ist angesagt.

      Wenn du das Wort „bestrafen“ vielleicht umwandeln magst in „Standhaftigkeit testen“, kann es womöglich sein, dass die zaghaften Versuche irgendwann zu starken, selbstbewussten Bäumen heranwachsen. Sonst hat man ja gleich wieder aufgegeben und gibt jedem anderen die „Schuld“. Siehe auch der Alltag.

      Mit meinem Zentrum selbständig und als alleinerziehende Mutter so weit gekommen zu sein – das hätte ich nicht gepackt, hätte ich bei den ersten zaghaften Versuchen, mein Potential zu leben, aufgegeben. Denn es waren genug Stimmen da, die mich gerne zu Aldi hinter die Kasse geführt hätten.
      Und würde ich mir vom Alltag diktieren, wann ich zu lachen habe…hehe… dann wäre das nicht mein Alltag.
      Ich habe mir erlaubt, meinen Alltag so umzumodeln, dass ich jeden Tag Freude habe an mir, an meiner Arbeit, an meinem Leben und den Menschen um mich.
      Ja, es war ein weiter Weg – aber ich bin gern gegangen. Am Anfang zaghaft. Mittlerweile standhaft 🙂

      Dir alles Liebe, Kirstin!

      Sarah

  7. Liebe Sarah,

    das ist ein wunderschön geschriebener Artikel, der sowas von zutrifft!
    Wie schön, dass es neben dem „einfach SEIN“ sogar Wege gibt, diese „Geister auf der Schulter“, die uns dauernd „tut dies, tu das! Nein, DAS tut man nicht!“ ins Ohr flüstern wollen, für immer weg zu schicken.

    Ich ermuntere meine Kids, so zu sein, wie sie sind. Das ist gar nicht so einfach, denn nur allzu oft erfahren sie, dass das nicht gewünscht ist. Und manchmal bringt es mich selbst an meine Grenzen.
    So werden auch sie irgendwann Geister verscheuchen müssen (aber vielleicht nicht ganz so viele?). So ist das Leben und das ist auch irgendwie spannend, finde ich.

    Herzlich, Katrin

    • Liebe Katrin,

      wie wahr!
      Ich freue mich, dass deine Kinder eine so offene und herzliche Mutter haben, die hinter ihnen steht!

      Alles Liebe,

      Sarah

  8. Liebe Sarah,
    mir hat besonders gut gefallen, dass gleiches nicht mit gleichem vergolten werden kann und auch die Fragen am Schluss, die sich jeder mal stellen durfte. Ich kann sogar schon sagen, dass ich mir seit gestern schon einiges erlaubt habe, z.B. einfach mal nicht den frühsten Zug zu meinem Freund zu nehmen und stattdessen gemütlich herumzutrödeln und später zu kommen. Weil ich zufrieden mit meiner Entscheidung war, habe ich gute Laune versprüht, und peng, war er es auch und war gar nicht enttäuscht:-). Auch die Passage mit dem falschen Lächeln hat mich angesprochen, das werde ich ab sofort nicht mehr tun, wenn mir nicht danach ist, und zwar ohne schlechtes gewissen. Witzigerweise ist mir aber neuerdings sehr oft nach echtem Lächeln, lachen oder herumkichern. Einzig von dem Kuss auf die Wange war ich etwas irritiert, macht aber nichts, denn trotzdem fühle ich mich durch diesen Artikel weiterhin bestärkt, danke dafür und liebe Grüße von karin und Frieda

    • Hallo liebe Karin,

      danke für dein ausführliches, vertrauensvolles Feedback!
      Ich finde das super, dass du hineinspürst, was dir gut tut!!
      Ja, da kommt wieder das Gesetz der Resonanz zutage. Mit unserer Energie stecken wir auch andere an. Das geht sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
      Wie schön, dass du dich für die lachende entschieden hast.

      Alles Liebe,

      Sarah

  9. Liebe Sarah,

    was für ein inspirierender Artikel!

    Eine wunderbare Erinnerung an all die braven Mädchen in uns, denen aberzogen war, sie selbst zu sein, weil es damals gleich einem Liebesentzug galt.

    Heute dürfen wir – egal, ob Frau oder Mann – neue Werte definieren und uns erlauben, wir selbst zu SEIN. Das nehme ich nun mit in mein neues Sein.

    Herzlichst
    Lidia

    • Haha.. ja, liebe Lidia,

      du hast es passend geschrieben: dein neues Sein.
      Wir sind immer unser Sein. Es gibt gar kein anderes. Sonst wären wir ja jemand anderes.
      Auch der Lebensabschnitt des braven Mädchens ist wichtig (den ich mehr oder minder gut kenne), um die Transformation zur reifen Frau nachzuvollziehen. Um von dort aus Entscheidungen zu treffen und das Für und Wider abzuwägen, was uns nun gut tut oder nicht.
      Der Mensch lernt meist nicht ohne „Leiden“ und Gegenbeispiele.
      Und Jungs haben da genauso zu kämpfen :-))

      Wie gut, dass wir so viel Bewusstsein mittlerweile in und um uns haben, mit dem wir arbeiten können. Ach was arbeiten! Leben!!

      Alles Liebe,

      Sarah

  10. Liebe Sarah,

    wunderschöner Artikel! Mir steht beim „Echtsein“ oftmals mein Harmoniebedürfnis im Wege. Aber mir ist gerade bewusst geworden, dass ich beim „Nicht-Echtsein“ zu anderen netter bin als zu mir selbst. Dabei kann ich den anderen nur richtig lieben, wenn ich zuerst mich selbst liebe. Echt.

    Vielen Dank für den Impuls!
    Siggi

    • Super, Siggi!

      Freu mich, dass du als Mann dir diesen Impuls herausnehmen konntest trotz der weiblichen Zielgruppe :-))

      Sich selbst echt lieben. Das ist ein schöner Impuls für mich. Danke dir.

      Alles Liebe,

      Sarah

  11. Dritter Versuch..Captcha fordert mich ECHT heraus…

    Liebe Sarah,
    nicht viel Neues zum bisher Geschriebenen hinzuzufügen! Vor allem nicht in meiner dritten Kommentar-Version! Also nochmal:

    Wichtiges Thema, lebendig und nachvollziehbar geschrieben, toll aufbereitet mit den Fotos. Mein inneres „aber“ an manchen Stellen ist für mich das schönste Ergebnis der Lektüre, denn es zeigt mir meinen eigenen dicken fetten Widerstand gegen meine eigene Echtheit. Vielleicht bin ich einfach langsam. Herrlich, WENN er mal kommt so ein Moment der „Erleuchtung“. Und dann…plötzlich und unerwartet…zack, aus dem Hinterhalt, schnappen die alten Fallen doch wieder zu. WANN HÖRT ES ENDLICH AUF ZU DAUERN? Vermutlich erst, wenn ich sterbe. Ganz werden, echt werden – ist das nicht ein lebenslanger Prozess? Ist Fortschritt, WANDLUNG nicht vielmehr vor allem die BEWUSSTWERDUNG über diese Fallen, in die ich da schon wieder getreten bin? Aus der sich dann peu a peu Veränderung herausschält? Für mich bedeutet ECHT SEIN oder ECHT WERDEN die Bereitschaft, bis zum Schluss bereit zu sein, mir selbst immer näher zu kommen, Schleier um Schleier zu lüften – bis der letzte Vorhang fällt. Das ist für mich LEBEN. Mist, daß das so lange dauert. Einerseits. Andererseits: gut eingefädelt. Sonst wär ich ja viel schneller tot (-:

  12. Liebe Ulrike,

    wir sind zu jedem Zeitpunkt GANZ und ECHT.
    Die Frage ist nur: Sind wir uns dessen auch BEWUSST?
    Sind wir uns unseres SELBST – BEWUSST?

    Denn was steht hinter dem ganzen Getüddel, das wir uns selbst auferlegen, in dem wir uns Gedanken machen was gut ist oder nicht?!
    Die Vortäuschung, dass wir nach irgend etwas suchen müssten, was nicht da ist. WIr kreieren einen Idealfall, wie etwas zu sein hat.
    Was passiert aber, wenn wir uns einen Idealfall kreieren? Es muss natürlich ein Gegenbeispiel her. Also erschaffen wir auch das. Nämlich ein Problem.
    Was passiert nun, wenn wir verzweifelt unserem Idealfall näher kommen wollen?
    Das Gegenbeispiel/Problem wird größer!
    Was für eine Zwickmühle!!

    Übrigens: Es hört auf zu dauern bis es soweit ist, wenn du erkannt hast, dass alles bereits da ist. Das ist ein bisschen wie nach der Brille suchen obwohl sie auf deinem Kopf ist. Und trotzdem rennst du noch Minuten oder Stunden umher und suchst verwirrt und hektisch nach ihr 😉

    Und warum das so lange dauert? Weil du glaubst, dass es so lange dauern muss. Ist nur ein Glaubenssatz :-)))
    Das Leben ist kein Projekt. Es ist Leben.

    Alles Liebe,

    Sarah

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